Chapter XXX: Appendix: A
It has been thought desirable to give the originals of the two poems translated respectively at pages 70-72, and pages 124, 125, by the present Editor, for the benefit of those who may like to see them.
Das Blatt, das grün und kräftig
Des Wandrers Blick entzückt,
In purem Golde prächtig
Den Schild der Bismarck schmückt;
Das Kleeblatt gülden leuchtend,
Das ist im blauen Feld
Von Nesselblättern dräuend
Gar scharf und blank umstellt.
Es was vor alten Zeiten
Ein Fräulein wonnesam,
Durch die der Nessel Zeichen
Ins Schild der Bismarck kam.
Um Fräulein Gertrud warben
Viel Edle, kampferprobt,
Die auf Geheiss des Vaters
Dem Vetter schon verlobt.
Da kam ein Fürst der Wenden
Herab vom nord’schen Meer,
Er kam mit hundert Pferden—
Jung Gertrud sein Begehr;
Jung Gertrud lehnte höflich
Die hohe Ehre ab,
Der Fürst, erzürnet höchlich,
Erhub den güld’nen Stab;
Er winkte seinen Knechten
Und rief, von Zorn entbrannt:
“Ich will das Kleeblatt brechen
Mit meiner eignen Hand!
Ja, wär’s noch eine Nessel,
Gäb’s doch ein kleines Weh,
Doch lustig ist’s zu brechen,
Grün oder gold den Klee!”—
Und noch am selb’gen Tage,
Da stürmt mit reis’gem Tross
Der Fürst vom Wendenstamme
Jung Gertruds festes Schloss.
Der Burgvogt, überfallen,
Fiel fechtend in dem Tross,
Und über Wall und Graben
Der Wende drang ins Schloss.
Des leichten Siegs frohlockend
Der Fürst schaut freudig drein,
Und trat mit stolzem Worte
In Gertruds Kämmerlein:
“Ich komme, Dich zu brechen,
Du güldner Herzensklee,
Du brennst ja nicht wie Nesseln,
Das Kleeblatt thut nicht weh!”
Drauf that er sie umarmen,
Wie brünst’ge Liebe thut,
Doch plötzlich schrie er: “Gnade!”
Und sank ins heisse Blut.
Jung Gertrud, wunderprächtig,
Schwang über ihm den Stahl,
Den Dolch stiess sie ihm kräftig
Ins Herz zum andern Mal,
Und rief: “Das sind die Nesseln,
Die Nesseln brennen, weh!
Wer hat noch Lust zu brechen
Der Bismarck güldnen Klee!”
Und seit jung Gertruds Zeiten
Dräut in der Bismarck Schild
Der Nesseln blankes Zeichen,
Rings um des Kleeblatts Bild;
Mit scharfem Stahl sie haben
Ihr Kleinod stets bewahrt;
Ja, seit jung Gertruds Tagen
Blieb das der Bismarck Art!
From Dr. G. Schwetschke’s “Bismarckias.” _See_ pages 123, 124.
Abgeschüttelt von den Sohlen
Ist der Schulstaub; hohe Wogen
Tragen jetzt das Schiff des Jünglings.
Alle Anker sind gelichtet,
Alle Segel aufgezogen,
Und der Burschenfreiheit Flagge
Lustig flatternd zeigt die Inschrift:
“Nitimur in vetitum!”
Schöne Tage wilder Freiheit!
Fröhlich sammelt ihr die Jünger
Der kastalischen neun Schwestern
Auch in andrer Götter Hallen.
An den duftenden Altären
Eines Bacchus und Gambrinus,
Edler Säfte milder Spende,
Opfert froh der Neophyt.
Auch des kampfesfrohen Mavors
Heiligthum erschliesst sich prangend.
Hört ihr dort den Schall der Waffen?
Hört ihr dort des Kampfes Tosen?
Hei! wie blitzen scharfe Klingen,
Hei! wie pfeifen Terz und Quarten,
Wie so Mancher haut so Manchem
Ueber’s Maul, und wird gehau’n.
Und so schlang ein rother Faden
(Nämlich der von Blut und Eisen)
Damals schon durch unsres “Burschen.
Erdenwallen” sich; es melden
Göttingen, Berlin und Greifswald
Kühnen Muthes hohe “Thaten
Von vergangner Jahre Tagen”—
Wie einst Ossian es sang.
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The Life of Bismarck, Private and PoliticalChapter XXX: Appendix: A
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