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Chapter II (2)

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In the strife the conquest send me
Over hell, the world, and sin;
With Thy grace, O Lord, defend me,
When temptation's storms begin:
All my dangers bear me through,
Lord, my Rock, my Saviour true!

Oh that, Lord, with Thee connected
Like a living branch I grew!
Make me one of Thine elected,
Let me here be born anew;
Keep from stain my garments free,
Let me no dissembler be.

With the just, who Thee resemble,
Let, O Lord, my lot be cast;
Far from all that makes me tremble,
Let Thy faithful child at last
Make Thy pledged reward his own,
Ever dwelling near Thy Throne.

With that holy throng uniting,
Then what rapture shall be mine!
In the Sun's bright beams delighting,
I too like the stars shall shine:
Lord, for this my voice shall raise
Thanks to Thee, and endless praise.

Christi Fusstapfen.

Lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf der uns verordnet ist,
und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens.

Lebt, ihr Christen, so allhier auf Erden,
Dass ihr Christo möget ähnlich werden,
Der aus dem Leiden
Ging zum Vater in das Reich der Freuden.
Seht auf die mit eifrigem Verlangen,
Die Ihm nach und euch sind vorgegangen;
Schaut an ihr Leben,
Wie sie euch dazu ein Beispiel geben.

So vollführet eures Herzogs Lehren,
Folgt Ihm, wo ihr Ihm wollt angehören:
Entsagt dem allen,
Was dem Fleisch und Welt noch kann gefallen.
Opfert euch Ihm auf und eure Glieder,
Fallet unterm Kreuze vor Ihm nieder;
Im Kreuzesorden
Seid ihr seine Knecht und Ritter worden.

Haltet euch an Ihn, da ihr müsst streiten,
Bleibt beständig, Er steht euch zur Seiten:
Er hilft euch ringen,
Giebt euch Kraft, den Sieg davon zu bringen.
Er wird euch, wenn einst es kommt zum Scheiden,
Statt der Noth mit seiner Ruh bekleiden:
Ihr habt zu hoffen,
Was von niemand hier wird angetroffen.

Nur, dass ihr im Glauben hier recht kämpfet,
Und die Sünde, euren Feind, stets dämpfet,
Der euch mit Haufen
Und mit grossem Sturm pflegt anzulaufen.
Wer nun glücklich diesen Kampf geendet,
Und den schweren Kleinodslauf vollendet,
Dem wird die Krone
Der Gerechtigkeit geschenkt zu Lohne.

Die bleibt ihm vom Herren beigeleget,
Der sein Bildniss ihm ins Herz gepräget,
Er wird ihn leiten
Zu den Brunnen aller Seligkeiten.
Ach, so lohnt der Richter allen denen,
Die Ihn lieben und sich nach Ihm sehnen;
Er kennt die Seinen,
Die drauf warten, dass er mög erscheinen.

Ungenannt.

The Footprints of Christ.

Let us run with patience the race that is set before us, looking
unto Jesus, the Author and Finisher of our faith.

_Hebrews_ xii. 1.

O fear not, Christians, that rough path to tread,
Whereon blest Footprints of your Saviour lead,
His bliss to gain,
Who went not up to joy but through sharp pain:
Gaze on that countless host with steadfast eyes,
His followers, your fore-runners to the skies,
And scan their life,
Examples each with holy lessons rife.

Would ye to join those chosen ranks ascend,
With watchful zeal your King's commands attend,
And bid adieu
To each unhallowed wish and worldly view:
Take up your Cross, beneath it bending low,
And for your Master's Will your own forego,
Nor count it loss,
Knights of the Order of the Holy Cross.

Keep close to Christ, if conflict sore betide;
Stand fast, remembering He is at your side,
To give you strength
In battle, and the victor's crown at length:
And when from earth's unquiet scene ye part,
His rest shall compensate its keenest smart,
And ye shall know
Joy ne'er experienced in this world below.

Fight well the fight of faith, and ye shall win;
And boldly strive against besetting sin,
Which all the way,
In varied warfare, shall your progress stay:
Whoe'er from those dread lists shall come away,
Unscathed, unvanquished, at his dying day,
He shall receive
The crown of righteousness which Christ shall give:

That righteous crown by Christ in heaven laid up,
For those who bear His Image, drink His Cup,
Whom He will lead,
By springs of ever new delights to feed:
Thus will the Judge of all the earth reward
All those who love and long to meet their Lord,
Whom He will own,
At that Great Day, as jewels of His Crown.

Die Himmelsstadt.

Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen:
Und Er wird bei ihnen wohnen.

Jerusalem, du hochgebaute Stadt,
Wollt Gott, ich wär in dir!
Mein sehnlich Herz so gross Verlangen hat,
Und ist nicht mehr bei mir:
Weit über Berg und Thale,
Weit über blache Feld
Schwingt es sich überalle,
Und eilt aus dieser Welt.

O schöner Tag, und noch viel schönre Stund,
Wann wirst du kommen schier?
Da ich mit Lust, mit Freud und freiem Muth
Die Seele geb von mir
In Gottes treue Hände,
Zum auserwählten Pfand,
Dass sie mit Heil anlände
In jenem Vaterland.

Im Augenblick wird sie erheben sich
Bis an das Firmament,
Wenn sie verlässt so sanft, so wunderlich
Die Stätt der Element:
Fährt auf Eliä Wagen
Mit froher Engel Schaar,
Die sie in Händen tragen,
Umgeben ganz und gar.

O Ehrenburg, sei nun gegrüsset mir,
Thu auf der Gnaden Pfort:
Wie grosse Zeit hat mich verlangt nach dir,
Eh ich bin kommen fort
Aus jenem bösen Leben,
Aus jener Nichtigkeit,
Und mir Gott hat gegeben
Das Erb der Ewigkeit!

Was für ein Volk, was für ein edle Schaar
Kommt dort gezogen schon?
Was in der Welt von Auserwählten war,
Seh ich, die beste Kron,
Die Jesus mir, der Herre,
Entgegen hat gesandt,
Da ich noch war so ferne
In meinem Thränenland.

Propheten gross und Patriarchen hoch,
Auch Christen insgemein,
Die weiland dort trugen des Kreuzes Joch
Und der Tyrannen Pein,
Schau ich in Ehren schweben,
In Freiheit überall,
Mit Klarheit hell umgeben,
Mit sonnenlichtem Stral.

Wenn dann zuletzt ich angelanget bin
Im schönen Paradeis,
Von höchster Freud erfüllet wird der Sinn,
Der Mund voll Lob und Preis:
Das Alleluia reine
Singt man in Heiligkeit,
Das Hosianna feine
Ohn End in Ewigkeit.

Mit Jubelklang dort vor des Lammes Thron,
In Chören ohne Zahl,
Dass von dem Klang und von dem süssen Ton
Erbebt der Freudensaal:
Mit hunderttausend Zungen,
Mit Stimmen noch viel mehr,
Wie von Anfang gesungen
Des Himmels selig Heer.

Johann Matthäus Meyfart. 1590-1642.

The Heavenly City.

Behold, the tabernacle of God is with men, and He will dwell with
them, and they shall be His people.

_Rev._ xxi. 3.

Jerusalem! thou City towering high,
Would God I were in thee!
My longing soul doth ever pant and sigh
Within thy walls to be;
By faith from earth it sallies,
And far o'er stretching plains,
Far over hills and valleys,
Soars till thy gate it gains.

O joyful day, and O thrice joyful hour,
When will thy dawn appear,
When I, with heart released from sin's dread power,
And joy unmixed with fear,
My parting soul commending
To God's own faithful hand,
Shall, at my journey's ending,
Reach that blest Fatherland!

Then in a moment shall my spirit quit
This lower element;
In silent mystery high-soaring flit
To heaven's bright firmament,
Elijah's chariot mounting,
Borne on sustaining hands,
That baffle powers of counting,
Of joyful angel bands.

Hail, glorious City! O that thou wouldst ope
Thy gates of mercy wide,
To enter which, with still deferrèd hope,
I long have groaned and sighed,
While here my weary spirit,
In this bleak world of sin,
The kingdom I inherit
Has thirsted sore to win.

Who are these myriads bright, whose glorious band
In countless throng appears,
By Jesus sent to meet me on the strand
Of this dark land of tears?
Of endless life the winners,
These are His joy and crown,
Whom from this world of sinners
He chose to be His Own.

Prophets and patriarchs there, and Christians all
Who have, in every age,
Endured the cross, or, at their Master's call,
Braved persecution's rage,
Now, amid joy unbounded,
From earthly care set free,
With cloudless day surrounded,
A dazzling host I see.

When God to his blest paradise of joy
My soul at length shall raise,
Pleasures shall fill my mind which never cloy,
My mouth glad notes of praise:
Voices in concord vying
There Alleluia sing;
Unwearied still replying,
There loud hosannas ring.

From choir to choir, before the Lamb's bright throne,
The sound is borne along,
Till joy's bright temple to the wondrous tone
Vibrates in choral song.
In notes of exultation
Unnumbered voices rise,
As since the first creation
They echo through the skies.

Das unschuldige Lamm.

Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführet wird.

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
Der Welt und ihrer Kinder,
Es geht und träget in Geduld
Die Sünden aller Sünder;
Es geht dahin, wird matt und krank,
Ergiebt sich auf die Würgebank,
Verzicht auf alle Freuden,
Es nimmet an Schmach, Hohn und Spott,
Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod,
Und spricht: Ich wills gern leiden.

Mein Lebetage will ich Dich
Aus meinem Sinn nicht lassen,
Dich will ich stets, gleich wie Du mich,
Mit Liebesarmen fassen:
Du sollst sein meines Herzens Licht,
Und wenn mein Herz in Stücken bricht,
Sollst Du mein Herze bleiben:
Ich will mich Dir, mein höchster Ruhm,
Hiermit zu deinem Eigenthum
Beständiglich verschreiben.

Ich will von deiner Lieblichkeit
Bei Nacht und Tage singen,
Mich selbst auch Dir zu aller Zeit
Zum Freudenopfer bringen:
Mein Bach des Lebens soll sich Dir
Und deinem Namen für und für
In Dankbarkeit ergiessen;
Und was Du mir zu gut gethan,
Dass will ich stets, so tief ich kann,
In mein Gedächtniss schliessen.

Was schadet mir des Todes Gift!
Dein Blut das ist mein Leben:
Wenn mich des Kreuzes Hitze trifft,
So kann mirs Schatten geben;
Setzt mir der Wehmuth Schmerzen zu,
So find ich bei Dir meine Ruh,
Wie auf dem Bett ein Kranker;
Und wenn des Kreuzes Ungestüm
Mein Schifflein treibet um und um,
So bist Du dann mein Anker.

Wenn ich soll endlich treten ein
In deines Reiches Freuden,
So soll diess Blut mein Purpur sein,
Ich will mich darein kleiden;
Es soll sein meines Hauptes Kron,
In welcher ich will vor den Thron
Des höchsten Vaters gehen,
Und Dir, dem er mich anvertraut,
Als eine wohlgeschmückte Braut
An deiner Seiten stehen.

Paul Gerhard. 1606-1676.

The Spotless Lamb.

He is brought as a lamb to the slaughter.

_Isaiah_, liii. 7.

A holy, pure, and spotless Lamb
Once came to earthly regions;
To bear the weight of sins He came,
Of this world's countless legions:
A weary way He humbly trod;
When scourged by man's chastising rod,
Bore all with resignation:
Mid blows and wounds He silent stood,
Till, laid upon the fatal Wood,
He died, a meek Oblation.

Then all day long and every day
My thoughts on this remaining,
Such love with love I will repay,
Love constant and unwaning.
Lord, Thou shalt be my Beacon-light,
To guide me through the world's dark night,
And cheer my heart in sorrow;
Henceforth myself and all that's mine
To thee entirely I consign,
From Whom all things I borrow.

By morn and eve my theme shall be
Thy mercy's wondrous measure;
To sacrifice myself to Thee
My foremost aim and pleasure:
As flows my life's swift stream along,
Thou still shalt hear a grateful song
Its onward course attending;
From memory's clearest fount, the thought
Of what Thy love for me has wrought,
With all its eddies blending.

No more I fear death's fatal sting,
Thy Blood 'gainst death shall arm me:
Beneath the shadow of Thy Wing,
No scorching sun can harm me:
By weight of anxious thought opprest,
On Thee my weary soul shall rest,
As sick man on his pillow:
My Anchor, when 'mid storms of woe,
My bark is driven to and fro,
On trouble's restless billow.

And when I come before Thy Throne
On Resurrection Morning,
The glorious crown which Thou hast won,
My blissful head adorning,
May I be placed on Thy right side,
With Thy loved Church, Thy chosen Bride,
Drawn out from every nation;
No more of God's just wrath afraid,
In Purple of Thy Blood arrayed,
And garments of salvation.

Aufsehend auf Jesum.

Wachset in der Gnade und Erkenntniss unsers Herrn und Heilands Jesu
Christi.

Halt im Gedächtniss Jesum Christ,
O Mensch, Der auf die Erden
Vom Thron des Himmels kommen ist,
Dein Bruder da zu werden;
Vergiss nicht, dass Er dir zu Gut
Hat angenommen Fleisch und Blut:
Dank Ihm für diese Liebe.

Halt im Gedächtniss Jesum Christ,
Der für dich hat gelitten,
Ja gar am Kreuz gestorben ist,
Und dadurch hat bestritten
Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod,
Und dich erlöst aus aller Noth:
Dank Ihm für diese Liebe.

Halt im Gedächtniss Jesum Christ,
Der auch am dritten Tage
Siegreich vom Tod erstanden ist,
Befreit von Noth und Plage:
Bedenke, dass Er Fried gemacht,
Sein Unschuld Leben wieder bracht:
Dank Ihm für diese Liebe.

Halt im Gedächtniss Jesum Christ,
Der nach den Leidenszeiten
Gen Himmel aufgefahren ist,
Die Stätt dir zu bereiten,
Da du sollst bleiben allezeit
Und sehen seine Herrlichkeit:
Dank Ihm für diese Liebe.

Halt im Gedächtniss Jesum Christ,
Der einst wird wiederkommen,
Und sich, was todt und lebend ist,
Zu richten vorgenommen:
O denke, dass du da bestehst
Und mit Ihm in sein Reich eingehst,
Ihm ewiglich zu danken.

Gieb, Jesu, gieb, dass ich Dich kann
Mit wahrem Glauben fassen,
Und nie, was Du an mir gethan,
Mög aus dem Herzen lassen,
Dass dessen ich in aller Noth
Mich trösten mög, und durch den Tod
Zu Dir ins Leben dringen.

Cyriacus Günther. 1650-1704.

Looking unto Jesus.

Grow in grace, and in the knowledge of our Lord and Saviour Jesus
Christ.

_2 St. Peter_, iii. 18.

Bear Jesus Christ the Lord in mind,
Who left His heavenly throne,
And, out of love to humankind,
Put human nature on--
Our Brother, born of flesh and blood,
To make His sure salvation good;
Then thank Him for His love.

Bear Jesus Christ the Lord in mind,
Who sore by grief was tried;
A Ransom for our souls to find,
Upon the Cross He died:
He vanquished sin and every foe,
And saved us from eternal woe;
Then thank Him for His love.

Bear Jesus Christ the Lord in mind,
Who, freed from grief and pain,
A Conqueror death hath failed to bind,
The third day rose again;
The righteous acts of Christ the Lord
Have life and peace to man restored;
Than thank Him for His love.

Bear Jesus Christ the Lord in mind,
Who, all His sorrows past,
In light of those He left behind,
Returned to heaven at last,
There to prepare for us a place,
Where we shall always see His face;
Then thank Him for His love.

Bear Jesus Christ the Lord in mind,
Who, from His throne above,
Once more will come, the Judge assigned
Both quick and dead to prove;
Take heed that thou mayst stand the test,
And enter then His holy rest,
To thank Him for His love.

Lord, let me ever bear in mind,
And let my faith embrace
Thy love to me and all mankind,
And may Thy cheering grace
In hours of sorrow comfort give,
And cause me after death to live,
And thank Thee for Thy love.

Gottergebenheit.

Meine Seele dürstet nach Gott.

Nach Dir, o Gott, verlanget mich;
Mein Gott, ich denke stets an Dich:
Zieh mich nach Dir, nach Dir mich wend
Aus Zion deine Hülf mir send.

Ach, wer wird mich befreien doch
Von diesem schweren Sündenjoch?
O Herr, ich sehne mich nach Dir;
Befreie mich und hilf doch mir.

Es ist mein Will nach Dir gericht;
Doch das Vollbringen mir gebricht:
Und wenn ich hab was Guts gethan,
So klebt doch was Unreines dran.

Gedenke, dass ich bin dein Kind,
Vergieb und tilge meine Sünd;
Dass ich zu Dir, mit freiem Lauf,
Mich könne schwingen himmelauf.

Den Sinn der Welt rott in mir aus,
Sei Du nur Herr in meinem Haus;
Den Schild des Glaubens mir verleih,
Und brich des Feindes Pfeil entzwei.

Nach Dir, mein Gott, lass stets forthin
Gerichtet sein den ganzen Sinn:
Ich eigne Dich mir gänzlich zu,
Und such in Dir nur meine Ruh.

Hinweg, hinweg, du schnöde Lust,
Bleib mir auf Erden unbewusst;
Was mein Herz fort vergnügen soll,
Des ist allein der Himmel voll.

Ach, alles was mich reisst von Dir,
O höchstes Gut, das treib von mir:
In Dir, mein Gott, in Dir allein
Lass hinfort meine Freude sein.

Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig. 1633-1714.

Devotedness to God.

My soul is athirst for God.

_Ps._ xlii. 2.

O Lord! I long Thy face to see,
My thoughts for ever dwell with Thee:
Come, draw my heart, constrain my will,
And send me help from Sion's hill.

Oh! who shall now my freedom win,
And save me from this yoke of sin?
My God, for Thee my soul doth thirst,
For Thou alone my bonds canst burst.

To keep Thy laws my will is bent,
But fails in the accomplishment:
E'en when I follow good, I find
Some stain of evil lurks behind.

Lord, on Thy child compassion take,
Blot out my sins for Jesu's sake;
That thus my spirit more and more
With free ascent to heaven may soar.

The foolish worldly mind expel,
Sole Lord within my mansion dwell;
The shield of faith, my God, bestow,
And break sin's poisoned shaft in two.

Let every thought and feeling be
Henceforth directed, Lord, to Thee:
Let heart and mind, by Thee possest,
Now seek in Thee alone their rest.

Unknown to me while here I stay,
Earth's vain delights, away! away!
For now the joys of heaven above
Alone have power my heart to move.

Then bid, Thou Good Supreme, depart
Whate'er from Thee withdraws my heart;
In Thee, my God, and only Thee
Henceforth my every joy shall be.

Anrufung des Heiligen Geistes.

Siehe, Ich stehe vor der Thür und klopfe an: So jemand meine Stimme
hören wird, und die Thür aufthun, zu dem werde Ich eingehen.

Zeuch ein zu deinen Thoren,
Sei meines Herzens Gast,
Der du, da ich geboren,
Mich neu geboren hast:
O hochgeliebter Geist
Des Vaters und des Sohnes,
Mit Beiden gleichen Thrones,
Mit Beiden gleich gepreist!

Zeuch ein, lass mich empfinden
Und schmecken deine Kraft,
Die Kraft, die uns von Sünden
Hülf und Errettung schafft;
Entsündge meinen Sinn,
Dass ich mit reinem Geiste
Dir Ehr und Dienste leiste,
Die ich dir schuldig bin.

Ich war ein wilder Reben,
Du hast mich gut gemacht;
Der Tod durchdrang mein Leben,
Du hast ihn umgebracht
Und in der Tauf erstickt,
Als wie in einer Fluthe
Mit dessen Tod und Blute,
Der uns im Tod erquickt.

Du bist das heilge Oele,
Dadurch gesalbet ist
Mein Leib und meine Seele
Dem Herren Jesu Christ
Zum wahren Eigenthum,
Zum Priester und Propheten,
Zum König, den in Nöthen
Gott schützt im Heiligthum.

Du bist ein Geist, der lehret
Wie man recht beten soll;
Dein Beten wird erhöret,
Dein Singen klinget wohl;
Es steigt zum Himmel an,
Es steigt und lässt nicht abe,
Bis der geholfen habe,
Der Allen helfen kann.

Du bist ein Geist der Freuden,
Vom Trauren hältst Du nicht,
Erleuchtest uns im Leiden
Mit deines Trostes Licht:
Ach ja wie manchesmal
Hast Du mit süssen Worten
Mir aufgethan die Pforten
Zum goldnen Freudensaal.

Du bist ein Geist der Liebe,
Ein Freund der Freundlichkeit,
Willst nicht, dass uns betrübe
Zorn, Zank, Hass, Neid und Streit:
Der Feindschaft bist Du feind,
Willst, dass durch Liebesflammen
Sich wieder thun zusammen
Die voller Zwietracht sind.

Du, Herr, hast selbst in Händen
Die ganze weite Welt,
Kannst Menschenherzen wenden,
Wie Dir es wohlgefällt:
So gieb doch deine Gnad
Zum Fried und Liebesbanden,
Verknüpf in allen Landen
Was sich getrennet hat.

Erhebe Dich und steure
Dem Herzleid auf der Erd,
Bring wieder und erneure
Die Wohlfarth deiner Herd:
Lass blühen wie zuvor
Die Länder, so verheeret,
Die Kirchen, so zerstöret
Durch Krieg und Feuers Zorn.

Beschirm die Obrigkeiten,
Bau unsers Fürsten Thron,
Lass Segen uns begleiten,
Schmück als mit einer Kron
Die Alten mit Verstand,
Mit Frömmigkeit die Jugend,
Mit Gottesfurcht und Tugend
Das Volk im ganzen Land.

Erfülle die Gemüther
Mit reiner Glaubenszier,
Die Häuser und die Güter
Mit Segen für und für:
Vertreib den bösen Geist,
Der Dir sich widersetzet,
Und, was dein Herz ergötzet,
Aus unserm Herzen reisst.

Gieb Freudigkeit und Stärke,
Zu stehen in dem Streit,
Den Satans Reich und Werke
Uns täglich anerbeut:
Hilf kämpfen ritterlich,
Damit wir überwinden,
Und ja zum Dienst der Sünden
Kein Christ ergebe sich.

Richt unser ganzes Leben
Allzeit nach deinem Sinn,
Und wenn wirs sollen geben
Ins Todes Rachen hin;
Wenns mit uns hier wird aus,
So hilf uns fröhlich sterben
Und nach dem Tod ererben
Des ewgen Lebens Haus.

Paul Gerhard. 1606-1676.

Invocation of the Holy Spirit.

Behold, I stand at the door and knock; if any man hear My Voice,
and open the door, I will come in to him.

_Rev._ iii. 20.

Come, enter Thine own portal,
My heart is Thy domain;
Through Thee, though first born mortal,
I since was born again;
Thou Holy Spirit blest,
The Father's honour bearing,
The Son's great glory sharing,
Of equal power possest.

Come, my new life to cherish,
My constant Guest abide;
Lest after all I perish,
Daily new strength provide:
My heart make clean and sound,
That I due praise may render,
And worthy service tender,
To Thine allegiance bound.

An olive wild by nature
Thou grafftest me anew;
Death claimed me, though Thy creature,
As his own rightful due;
But Christ's atoning Blood,
To me new life there granting,
Drowned Death, with all his vaunting,
In His baptismal flood.

With virtue unabated,
Thou art the Holy Oil,
Through which are consecrated
Soul, body, ease and toil,
To Christ, Whose guardian wings,
Where'er their lot appointed,
Protect His own anointed,
His prophets, priests, and kings.

Thy Grace our frail tongue teacheth,
Spirit of Holy Prayer,
Prayer that God's Temple reacheth,
Song that mounts heaven's stair;
Thy suit hath never failed,
For, skillful weapons using,
Thou wilt take no refusing,
Until Thou hast prevailed.

Thy bliss no sorrow knoweth,
Spirit of Holy Joy!
Thy Peace true calm bestoweth,
With none of earth's alloy:
E'en in this mortal state,
Of pleasure's golden mansion,
Oft-times with wide expansion,
Thou openest me the gate.

All discord wouldst Thou smother,
Spirit of Holy Love!
Wouldst have men love each other,
As angels do above:
The Friend of all below
Who act with love's intention;
Of envy, strife, dissension,
Thou art the constant Foe.

Thou rulest every nation,
Each widely distant land;
Where'er men's occupation,
Their hearts are in Thy Hand:
Let Thy controlling grace
In holy concord bind them,
Although dispersed it find them
Through every time and place.

Hear us, Thy help imploring,
And make heart-sorrow cease,
Thy scattered flock restoring
To union, joy, and peace:
Bid flourish once again
The lands by man forsaken,
The churches spoiled and shaken
By war's unhallowed train.

Our rulers' peace securing,
O shower Thy blessings down,
And make their thrones enduring;
Adorn, as with a crown,
With piety our youth,
Old men with wisdom fitting,
Fathers to sons transmitting,
From age to age, Thy Truth.

The true Faith's influence nourish
Within each heart and mind,
While house and garner flourish
Beneath Thy favour kind:
Keep far, O far apart
The foe who makes his pleasure
To take away good treasure
Once sown within our heart.

With steadfast heart and joyous
Confirm our Christian band,
While ready to destroy us
The powers of darkness stand;
That so no Christian may,
With well-proved weapons furnished,
And armour brightly burnished,
To Satan fall a prey.

According to Thy pleasure
Our term of days dispose;
And when they reach their measure,
And earthly scenes must close,
Spirit of Holy Faith!
In that dread hour be near us,
With gladsome thoughts to cheer us,
Of life that knows no death!

Gottvertrauen.

Es ist ein grosser Gewinn,
Wer gottselig ist und lässet ihm genügen.

Was Gott thut, das ist wohl gethan;
So denken Gottes Kinder.
Wer auch nicht reichlich erndten kann,
Den liebet Gott nicht minder.
Er zieht das Herz
Nur himmelwärts,
Wenn Er sie lässt auf Erden
Beim Mangel traurig werden.

Was Gott thut, das ist wohl gethan
Im Nehmen und im Geben;
Was wir aus seiner Hand empfahn,
Genüget uns zum Leben.
Er nimmt und giebt,
Weil Er uns liebt;
Lasst uns in Demuth schweigen
Und vor dem Herrn uns beugen.

Was Gott thut, das ist wohl gethan;
Wer darf sein Walten richten,
Wenn Er, eh man noch erndten kann,
Den Segen will vernichten?
Weil Er allein
Der Schatz will sein,
Nimmt Er uns andre Güter,
Zum Heile der Gemüther.

Was Gott thut, das ist wohl gethan;
Es geh nach seinem Willen.
Lässt Er uns auch den Mangel nahn,
Er weiss das Herz zu stillen:
Wer wie ein Christ
Genügsam ist,
Kann auch an wenig Gaben
Mit Dankbarkeit sich laben.

Was Gott thut, das ist wohl gethan;
Lasst in Geduld uns fassen!
Er nimmt sich unser gnädig an,
Und wird uns nicht verlassen:
Er, unser Gott,
Weiss was uns noth,
Und wird es gern uns geben.
Kommt, lasst uns Ihn erheben!

Ungenannt.

Trust in God.

Godliness with contentment is great gain.

1 _Timothy_, vi. 6.

What God hath done is done aright,
So think all true believers;
They feel His love, they own His might,
Though fond hopes prove deceivers:
Mid seeming ill
God loves them still,
And, e'en by sorrow's leaven,
Would raise their hearts to heaven.

What God hath done is done aright,
In gifts withheld or sent us;
And what sufficeth in His sight,
Should always well content us:
'Tis for our sakes
He gives or takes;
Then, humbly bowed before Him,
In silence we adore Him.

What God hath done is done aright;
Cease, faithless tears, to trickle;
What though our harvest He doth blight,
Ere we put in the sickle!
Who dares reprove,
When, all in love,
He thwarts our will and pleasure,
To be Himself our Treasure?

What God hath done is done aright,
Because 'tis His ordaining;
Though want may press, and cares affright,
He soothes the heart's complaining:
The Christian will,
Contented still,
While fewest gifts possessing,
Rejoice with praise and blessing.

What God hath done is done aright,
May He submissive make us!
His gracious promise He doth plight,
That He will ne'er forsake us:
Our Saviour knows
Our wants and woes,
And all we need provideth:
Praise God, whate'er betideth!

Selbstgespräch eines Christen.

Herr Gott, du bist unsere
Zuflucht für und für.

Gott lebet noch!
Seele, was verzagst du doch?
Gott ist gut, der aus Erbarmen
Alle Hülf auf Erden thut,
Der mit Macht und starken Armen
Machet alles wohl und gut:
Gott kann besser als wir denken,
Alle Noth zum Besten lenken:
Seele, so bedenke doch,
Lebt doch unser Herr Gott noch.

Gott lebet noch!
Seele, was verzagst du doch?
Soll Der schlummern oder schlafen,
Der das Aug hat zugericht?
Der die Ohren hat erschaffen,
Sollte Dieser hören nicht?
Gott ist Gott, der hört und siehet,
Wo dem Frommen weh geschiehet:
Seele, so bedenke doch,
Lebt doch unser Herr Gott noch.

Gott lebet noch!
Seele, was verzagst du doch?
Der den Erdenkreis verhüllet
Mit den Wolken weit und breit,
Der die ganze Welt erfüllet,
Ist von uns nicht fern und weit;
Wer Gott liebt, dem will Er senden
Hülf und Trost an allen Enden:
Seele, so bedenke doch,
Lebt doch unser Herr Gott noch.

Gott lebet noch!
Seele, was verzagst du doch?
Bist du schwer mit Kreuz beladen,
Nimm zu Gott nur deinen Lauf,
Gott ist gross und reich von Gnaden,
Hilft den Schwachen gnädig auf:
Gottes Gnade währet immer,
Seine Treu vergehet nimmer:
Seele, so bedenke doch,
Lebt doch unser Herr Gott noch.

Gott lebet noch!
Seele, was verzagst du doch?
Wenn dich deine Sünden kränken,
Dein Verbrechen quält dich sehr,
Komm zu Gott, Er wird versenken
Deine Sünden in das Meer;
Mitten in der Angst der Höllen
Kann Er dich zufrieden stellen:
Seele, so bedenke doch,
Lebt doch unser Herr Gott noch.

Gott lebet noch!
Seele, was verzagst du doch?
Will dich alle Welt verlassen,
Und weisst weder aus noch ein;
Gott wird dennoch dich umfassen,
Und im Leiden bei dir sein:
Gott ist, der es herzlich meinet,
Wo die Noth am grössten scheinet:
Seele, so bedenke doch,
Lebt doch unser Herr Gott noch.

Gott lebet noch!
Seele, was verzagst du doch?
Lass den Himmel sammt der Erden
Immerhin zu Trümmern gehn;
Lass die Höll entzündet werden,
Lass den Feind erbittert stehn,
Lass den Tod und Teufel blitzen,
Wer Gott traut, den will Er schützen:
Seele, so bedenke doch,
Lebt doch unser Herr Gott noch.

Gott lebet noch!
Seele, was verzagst du doch?
Musst du schon geängstet wallen
Auf der harten Dornenbahn;
Es ist Gottes Wohlgefallen,
Dich zu führen himmelan:
Gott will, nach dem Jammerleben,
Friede, Freud, und Wonne geben:
Seele, so bedenke doch,
Lebt doch unser Herr Gott noch.

Johann Friedrich Zihn. 1650-1719.

The Christian to his Soul.

Lord, Thou hast been our refuge from one generation to another.

_Ps._ xc. 1.

God liveth still!
Trust, my soul, and fear no ill:
God is good; from His compassion
Earthly help and comfort flow;
Strong is His Right Hand to fashion
All things well for men below:
Trial, oft the most distressing,
In the end has proved a blessing:
Wherefore then, my soul, despair?
God still lives, Who heareth prayer.

God liveth still!
Trust, my soul, and fear no ill:
He who gave the ear its mission,
Shall He slumber once or sleep?
He who gave the eye its vision,
Sees He not when mortals weep?
God is God; His ear attendeth,
When the sigh our bosom rendeth;
Wherefore then, my soul, despair?
God still lives, Who heareth prayer.

God liveth still!
Trust, my soul, and fear no ill:
He who gives the clouds their measure,
Stretching out the heavens alone;
He who stores the earth with treasure,
Is not far from every one:
God in hour of need defendeth
Him whose heart in love ascendeth:
Wherefore then, my soul, despair?
God still lives, Who heareth prayer.

God liveth still!
Trust, my soul, and fear no ill:
Is thy cross too great and pond'rous,
Cast on Him thy grievous load;
God is great; His love is wondrous,
He will speed thee on thy road:
Truth and Mercy, sundered never,
Are His attributes for ever:
Wherefore then, my soul, despair?
God still lives, Who heareth prayer.

God liveth still!
Trust, my soul, and fear no ill:
Is thy yoke of sin too galling,
Christ Himself has set you free,
Borne for you their weight appalling,
Cast them in oblivion's sea:
Now in hell no longer living,
All is peace through God forgiving:
Wherefore then, my soul, despair?
God still lives, Who heareth prayer.

God liveth still!
Trust, my soul, and fear no ill:
When the world would let thee perish,
Pathless all thy tangled way,
God the nearer draws, to cherish
Him who makes the Lord his stay:
Children oft that most He loveth
Thus with strictest rod He proveth:
Wherefore then, my foul, despair?
God still lives, Who heareth prayer.

God liveth still!
Trust, my soul, and fear no ill:
Heaven's huge vault may cleave asunder,
Earth's round globe in ruins burst;
Devils' fellest rage may thunder,
Death and hell may spend their worst
Then will God keep safe and surely
Those who trust in Him securely:
Wherefore then, my soul, despair?
God still lives, Who heareth prayer.

God liveth still!
Trust, my soul, and fear no ill:
Be thy life, until its ending,
One long course of grief or need,
God, in love the trial sending,
Thus to heaven thy soul would lead:
There will dawn, when cares are ended,
Joy and peace for ever blended:
Wherefore then, my soul, despair?
God still lives, Who heareth prayer.

Die Vergänglichkeit des Lebens.

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen:
Auf dass wir klug werden.

Ach, was ist doch unsre Zeit?
Flüchtigkeit!
Nebel, Rauch und Wind und Schatten:
Menschen können nicht bestehn;
Sie vergehn
Wie die Blumen auf den Matten:
Unser Leben fleucht behende;
Mensch, bedenke doch das Ende!

Menschen sind zerbrechlich Glas,
Nichtig Gras,
Blumen, die nicht lange stehen;
Ach, wie bald wird ihre Kraft
Hingerafft,
Wenn die Todeslüfte wehen:
Unser Leben fleucht behende;
Mensch, bedenke doch das Ende!

Jugend, die den Rosen gleicht,
Die verbleicht,
Ihre Schöne muss verschwinden;
Es vergeht durch Todesnacht
Alle Pracht,
Die wir an den Menschen finden:
Unser Leben fleucht behende;
Mensch, bedenke doch das Ende!

Menschen sind der Zeiten Spiel,
Und ein Ziel,
Drauf die Todespfeile fliegen:
Die wie schlanke Zedern stehn,
Gross und schön,
Müssen durch den Tod erliegen.
Unser Leben fleucht behende;
Mensch, bedenke doch das Ende!

Ach, der Tod ist dir gewiss,
Drum vergiss
Alles Eitle dieser Erden;
Lenke dich zur Ewigkeit
Jederzeit,
Willst du dort unsterblich werden:
Unser Leben fleucht behende;
Mensch, bedenke doch das Ende!

Schwinge dein Gemüth und Herz
Himmelwärts,
Wo nicht Tod, nicht Noth, nicht Leiden;
Denk an das, was ewig ist,
Lieber Christ,
Soll dich einst der Himmel weiden:
Unser Leben fleucht behende;
Mensch, bedenke doch dein Ende!

Ungenannt.

The shortness of Life.

So teach us to number our days, that we may apply our hearts unto
wisdom.

_Ps._ xc. 12.

What is human life below?
Passing show!
Vapour, smoke, and fleeting shade:
Man, when few short years have flown
Is cut down,
As by scythe the springing blade:
Years roll on, and make no stay;
Ponder, Man, thy latter day.

Man is like to fragile glass,
Fading grass,
Flower whose petals soon are strewn:
Ah! how quickly rest of strength,
When at length
Death's cold wind has o'er him blown!
Years roll on, and make no stay;
Ponder, Man, thy latter day.

Youth, to which we may compare
Roses fair,
Pales, and must its charms forego:
All that men of pomp or state,
Highest rate,
Soon shall be by death laid low:
Years roll on, and make no stay;
Ponder, Man, thy latter day.

Man's the mark at which take aim,
Like some game,
Darts which death unerring plies;
Though like cedar fair outspread,
Soars his head,
Felled by death, he lifeless lies:
Years roll on, and make no stay;
Ponder, Man, thy latter day.

Death is that which must befall
Great and small;
Banish trivial cares of earth:
Far beyond the things of time
Thou must climb,
Wouldst thou win immortal birth:
Years roll on, and make no stay;
Ponder, Man, thy latter day.

Let thine heart oft contemplate
That high state,
Where no grief shall come, or pain:
Let this theme thy soul employ,
Heavenly joy,
Wouldst thou once that joy obtain:
Years roll on, and make no stay;
Ponder, Man, thy latter day.

Ewigkeit.

Ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie
ein Tag.

O Ewigkeit! O Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Doch eilt zu dir der Menschen Zeit
Gleichwie das kühne Pferd zum Streit,
Nach Haus der Bot, das Schiff zum Port,
Der schnelle Pfeil vom Bogen fort:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! O Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Gleichwie en einer Kugel rund
Kein Anfang und kein End ist kund,
So auch, o Ewigkeit, an dir
Bleibt weder Ein- noch Ausgang für:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Du bist ein Ring, unendlich weit,
Dein Mittelpunkt heisst Allezeit,
Dein runder Umkreis Niemals heisst,
Dieweil er nie kein Ende weist:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Es trüge wohl ein Vögelein
Weg aller Berge Sand und Stein,
Wenns nur käm alle tausend Jahr,
Du Ewigkeit bleibst immerdar:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
So lange als Gott Gott wird sein,
So lang wird sein der Höllen Pein,
So lang wird sein des Himmels Freud:
O lange Freud! o langes Leid!
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
O Mensch, oft deine Sinnen stell
Zu denken an die Qual und Höll
Und an der Frommen Herrlichkeit,
Es währet beides ohne Zeit:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Wie schrecklich bist du in der Pein,
Wie lieblich in der Freuden Schein!
Hier Gottes Güte noch erfreut,
Dort schrecket sein Gerechtigkeit:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Der hier gelebet arm und bloss,
Ruht ewig reich in Gottes Schooss;
Er liebt und lobt das höchste Gut
In vollem Trost und Freudenmuth:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Ein Augenblick ist alle Freud,
Dadurch man kommt in stetes Leid;
Ein Augenblick ist alles Leid,
Dadurch man kommt in stete Freud:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Verständig ist, der dich betracht,
Des Fleisches Lust er leicht veracht;
Bei ihm die Welt nicht Platz mehr findt,
Die Lieb zum Eitlen bald verschwindt:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Wer dich besinnt, zu Gott so spricht:
Hier brenn! hier schneid! hier straf und richt!
Hier handle nach Gerechtigkeit!
Verschon nur nach der Gnaden Zeit!
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Ich, Ewigkeit, ermahne dich,
O Mensch, gedenk nur oft an mich;
Denn ich der Sünder Straf und Pein,
Der Gotteslieb ein Lohn soll sein:
Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

Daniel Wülffer. 1617-1685.

Eternity.[1]

One day is with the Lord as a thousand years, and a thousand years
as one day.

2 _St. Peter_, iii. 8.

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
Yet onward still to thee we speed,
As to the fight th' impatient steed,
As ship to port, or shaft from bow,
Or swift as couriers homeward go:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
As in a ball's concentric round
Nor starting-point nor end is found,
So thou, Eternity, so vast,
No entrance and no exit hast:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
A ring whose orbit still extends,
And, ne'er beginning, never ends;
'_Always_' thy centre, Ring immense!
And '_Never_' thy circumference:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
Came there a bird each thousandth year,
One sand-grain from the hills to bear,
When all had vanished, grain by grain,
Eternity would still remain:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
As long as God shall God remain,
So long shall last hell's endless pain,
So long the joys of heaven shall be;
O long delight! long misery!
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
O man! let oft thy musings dwell
Upon the dreadful woes of hell,
Oft on the saints' all glorious lot,
For both shall last when Time _is not_:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
The thought of thee in pain, how dread!
In joy how bright thy prospects spread!
For here God's Goodness glads our eyes,
And there His Justice terrifies:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
Who here lived poor and sore distressed,
Now truly rich, with God doth rest;
With joys consoled for all his ill,
He lives to praise God's Goodness still:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
A moment's pleasure sinners know,
Through which they pass to endless woe:
A moment's woe the righteous taste,
Through which to endless joy they haste:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
Who looks to thee alone is wise,
Sin's pleasures all he can despise;
The world attracts him now no more,
His love for vain delights is o'er:
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
Who thinks on thee speaks thus with God,
"Here prove me with Thy chastening rod,
Oh! let me here Thy judgments bear,
Hereafter, Lord, in mercy spare!"
Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!
How long art thou, Eternity!
"O man! I warn thee, think on me,
Think oft on me, Eternity;
For I the sinner's woe shall prove,
And recompense of pious love:"
Mark well, O Man, Eternity!

[1]This was a favourite hymn of Niebuhr's.

Sommerlied. I.

Herr, du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du
hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das
Wesen, und sind geschaffen.

Keine Schönheit hat die Welt,
Die mir nicht vor Augen stellt
Meinen schönsten Jesum Christ,
Der der Schönheit Ursprung ist.

Wenn die Morgenröth entsteht,
Und die goldne Sonn aufgeht,
So erinnre ich mich bald
Seiner himmlischen Gestalt.

Ja, oft denk ich an sein Licht,
Wenn der frühe Tag anbricht:
Ach was ist für Herrlichkeit
In dem Licht der Ewigkeit!

Seh ich dann den Mondenschein,
Und des Himmels Aeugelein,
So gedenk ich: Der diess macht,
Hat viel tausend grössre Pracht.

Schau ich, in dem Frühling an,
Unsern bunten Wiesenplan,
So bewegt es mich zu schrein:
Ach, wie muss der Schöpfer sein!

Wenn ich zu dem Quellbrunn geh
Oder bei dem Bächlein steh;
So versenkt sich stracks in Ihn,
Als den reinsten Quell, mein Sinn.

Lieblich singt die Nachtigall,
Süsse klingt der Flötenschall;
Aber über allen Ton
Ist das Wort: Marien Sohn!

Anmuth giebt es in der Luft,
Wenn die Echo wieder ruft;
Aber nichts ist überall,
Wie des Liebsten Wiederhall.

Ei nun, Schönster, komm herfür,
Komm und zeige selbst Dich mir;
Lass mich sehn dein eigen Licht,
Und dein blosses Angesicht.

O dass deiner Gottheit Glanz
Meinen Geist umgäbe ganz,
Und der Stral der Herrlichkeit
Mich entrückt aus Ort und Zeit!

Ach, mein Jesu, nimm doch hin,
Was mir decket Geist und Sinn,
Dass ich Dich zu jeder Frist
Sehe, wie Du selber bist.

Johann Angelus. 1624-1677.

Hymn for Summer. I.

Thou art worthy, O Lord, to receive glory and honour and power: for
Thou hast created all things, and for Thy pleasure they are, and
were created.

_Rev._ iv. 11.

Earth has nothing sweet or fair,
Lovely forms or beauties rare,
But before my eyes they bring
Christ, of beauty Source and Spring.

When the morning paints the skies,
When the golden sunbeams rise,
Then my Saviour's Form I find
Brightly imaged on my mind.

When the day-beams pierce the night,
Oft I think on Jesus' Light,
Think how bright that Light will be,
Shining through eternity.

When, as moonlight softly steals,
Heaven its thousand eyes reveals,
Then I think: Who made their light
Is a thousand times more bright.

When I see, in spring-tide gay,
Fields their varied tints display,
Wakes the awful thought in me,
What must their Creator be!

If I trace the fountain's source,
Or the brooklet's devious course,
Straight my thoughts to Jesus mount,
As the best and purest fount.

Sweet the song the night-bird sings,
Sweet the lute, with quivering strings;
Far more sweet than every tone
Are the words "Maria's Son."

Sweetness fills the air around,
At the echo's answering sound;
Far more sweet than echo's fall,
Is to me the Bridegroom's Call.

Lord of all that's fair to see!
Come, reveal Thyself to me;
Let me, 'mid Thy radiant Light,
See Thine unveiled glories bright.

Let Thy Deity profound
Me in heart and soul surround,
From my mind its idols chase,
Weaned from joys of time and place.

Come, Lord Jesus! and dispel
This dark cloud in which I dwell;
Thus to me the power impart,
To behold Thee as Thou art.

Sommerlied. II.

Es sollen Dir danken, Herr, alle deine Werke; und deine Heiligen
Dich loben.

Geh aus, mein Herz, und suche Freud,
In dieser lieben Sommerzeit,
An deines Gottes Gaben:
Sieh an der schönen Fluren Zier,
Wie lieblich sie sich dir und mir
Nun ausgeschmücket haben.

Die Bäume stehen voller Laub,
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem grünen Kleide:
Narzissen und die Tulipan,
Die ziehen sich viel schöner an
Als Salomonis Seide.

Die Lerche schwingt sich in die Luft,
Das Täublein fleugt aus seiner Gruft,
Und macht sich in die Wälder:
Die hochbegabte Nachtigall
Ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Schon Hügel, Thal und Felder.

Die Glucke führt ihr Völklein aus,
Der Storch baut und bewahrt sein Haus,
Das Schwälblein speist die Jungen:
Der schnelle Hirsch, das leichte Reh
Ist froh, und kommt aus seiner Höh
Ins tiefe Gras gesprungen.

Die Bächlein rauschen in den Sand,
Und zieren lieblich ihren Rand
Mit Bäumen reich an Schatten:
Der Schaf und Hirten Lustgeschrei
Erschallet fröhlich hart dabei,
Von grüner Wiesen Matten.

Die unverdrossne Bienenschaar
Fleucht hin und her, sucht hier und dar
Ihr edle Honigspeise:
Des süssen Weinstocks starker Saft
Bringt täglich neue Stärk und Kraft
In seinem schwachen Reife.

Der Weizen wächset mit Gewalt;
Darüber freut sich Jung und Alt,
Und rühmt die grosse Güte
Des, Der so überflüssig labt,
Und mit so manchem Gut begabt
Das menschliche Gemüthe.

Ich selbst, ich kann und mag nicht ruhn,
Des grossen Gottes grosses Thun
Erweckt mir alle Sinnen:
Ich singe mit, wenn Alles singt,
Und lasse, was dem Höchsten klingt,
Aus meinem Herzen rinnen.

Ach, denk ich, bist du hier so schön,
Und lässt Dus uns so lieblich gehn
Auf dieser armen Erden,
Was will doch wohl, nach dieser Welt,
Dort in dem reichen Himmelszelt
Und goldnen Schlosse werden!

Welch hohe Lust, welch heller Schein
Wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muss es da wohl klingen,
Da so viel tausend Seraphim
Mit unverdrossnem Mund und Stimm
Ihr Alleluia singen!

O wär ich da, o stünd ich schon,
Ach süsser Gott, vor deinem Thron,
Und trüge meine Palmen;
So wollt ich, nach der Engel Weis,
Erhöhen deines Namens Preis
Mit tausend schönen Psalmen.

Doch gleichwohl will ich, weil ich noch
Hier trage dieses Leibes Joch,
Auch nicht gar stille schweigen:
Mein Herze soll sich fort und fort,
An diesem und an allem Ort,
Zu deinem Lobe neigen.

Hilf nur, und segne meinen Geist
Mit Segen, der vom Himmel fleusst,
Dass ich Dir stetig blühe:
Gieb dass der Sommer deiner Gnad
In meinem Herzen früh und spat
Viel Glaubensfrücht erziehe.

Mach in mir deinem Geiste Raum,
Dass ich Dir werd ein guter Baum,
Und lass mich wohl bekleiben:
Verleihe, dass zu deinem Ruhm
Ich deines Gartens schöne Blum
Und Pflanze möge bleiben.

Erwähle mich zum Paradeis,
Und lass mich bis zur letzten Reis
An Leib und Seele grünen:
So will ich Dir und deiner Ehr
Allein und keinem Andern mehr
Hier und dort ewig dienen.

Paul Gerhard. 1606-1676.

Hymn for Summer. II.

All Thy works praise Thee, O Lord, and Thy saints give thanks unto
Thee.

_Ps._ cxlv. 10.

Come forth, my heart, and seek delight
In each delicious sound and sight,
This joyful summer morning:
See, how God's goodly gifts abound,
And mark how all the plains around
His hand hath been adorning.

Rich foliage decks each waving tree,
And what a rich green mantle, see,
The earth is now arraying:
Bright lilies and narcissus fair,
Than robes of Israel's king more rare,
Their beauties are displaying.

The thrilling lark ascends the sky,
The dove forsakes her tower on high,
Swift to the woods retiring;
The richly-gifted nightingale
Pours forth her notes o'er hill and vale,
Delight her song inspiring.

The hen walks forth her brood among,
The swallow feeds her clamorous young,
The stork protects her dwelling:
The stag and roe, with footstep light,
Come bounding from the neighbouring height,
Joy in each movement telling.

The little brooks run babbling by,
Their margin bordered beauteously
With trees, in shade abounding:
The sheep's low bleat, and shout of joy
Sent forth by idle shepherd-boy,
From meadows green come sounding.

Th' unwearied bees, on busy wing,
From flower to flower flit murmuring,
And seek their honied treasure;
While on the vine, from day to day,
New strength the tender shoots display,
Each day increase in measure.

Green ears the wheat-blades now unfold,
And all rejoice, both young and old,
The God of harvest praising;
From Whom this rich abundance flows,
Who every precious gift bestows,
Men's hearts with gladness raising.

I too my part will gladly take;
God's glorious works my heart awake,
And soul and spirit capture:
Since all are singing, I will sing,
Will bring my grateful offering,
And join the hymn of rapture.

If in this earthly scene below
Thyself so glorious Thou dost shew,
To us poor sinful mortals,
Then what, when earth is past and gone,
Will be the joy before Thy Throne,
Within the golden portals?

What matchless rays, what light divine
In Christ's own Paradise will shine,
What sounds be ever ringing,
Where thousand seraph hosts rejoice,
With ceaseless and unwearied voice
Their Alleluias singing!

Oh! that with God's exulting band
I even now might take my stand,
With them might now adore Him,
And, bearing high victorious palms,
Sing praise in thousand joyful psalms,
As angels do, before Him!

Yet silence here I will not keep,
The while on earth I still must creep,
This body's burden bearing:
My heart shall evermore be bent
Its thankful homage to present,
Jehovah's praise declaring.

Lord! let my spirit but be filled
With softening dews from heaven distilled,
That it through Thee may flourish:
Grant that the summer of Thy Grace,
Within my heart's unfertile place,
The fruits of Faith may nourish.

For Thee within my soul make room,
Let me a thriving tree become,
Thy bounteous blessing sharing;
Make me a goodly plant to grow,
Within thy garden here below,
Abundant blossoms bearing.

Let every branch and tender shoot
Be laden here with precious fruit,
That, when from earth transplanted,
To Paradise my soul may soar,
To praise Thee better, love Thee more:
Oh! may this prayer be granted!

Gottes Vorsehung.

Der Herr ist allen gütig, und erbarmet sich aller seine Werke.

Ich singe Dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust;
Ich sing und mach auf Erden kund
Was mir von Dir bewusst.
Ich weiss, dass Du, der Brunn der Gnad
Und ewge Quelle seist,
Daraus uns Allen früh und spat
Viel Heil und Gutes fleusst.

Was sind wir doch? was haben wir
Auf dieser ganzen Erd,
Das uns, o Vater, nicht von Dir
Allein gegeben werd?
Wer hat das schöne Himmelszelt
Hoch über uns gesetzt?
Wer ist es, der uns unser Feld
Mit Thau und Regen netzt?

Wer wärmet uns in Kält und Frost?
Wer schützt uns vor dem Wind?
Wer macht es, dass man Oel und Most
Zu seinen Zeiten findt?
Wer giebt uns Leben und Geblüt?
Wer hält mit seiner Hand
Den goldnen, werthen, edlen Fried
In unserm Vaterland?

Ach, Herr mein Gott, das kommt von Dir,
Du, Du musst Alles thun:
Du hältst die Wach an unsrer Thür,
Und lässt uns sicher ruhn.
Du nährest uns von Jahr zu Jahr,
Bleibst immer fromm und treu,
Und stehst uns, wenn wir in Gefahr
Gerathen, herzlich bei.

Du strafst uns Sünder mit Geduld,
Und schlägst nicht allzusehr,
Ja endlich nimmst du unsre Schuld,
Und wirfst sie in das Meer.
Wenn unser Herze seufzt und schreit,
Wirst du gar leicht erweicht,
Und giebst uns, was uns hoch erfreut,
Und Dir zur Ehr gereicht.

Du zählst, wie oft ein Christe wein,
Und was sein Kummer sei;
Kein stilles Thränlein ist so klein,
Du hebst und legst es bei.
Du füllst des Lebens Mangel aus
Mit dem was ewig steht,
Und führst uns in des Himmels Haus,
Wenn uns die Erd entgeht.

Wohl auf, mein Herze, sing und spring,
Und habe guten Muth;
Dein Gott, der Ursprung aller Ding,
Ist selbst und bleibt dein Gut.
Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil,
Dein Glanz und Freudenlicht,
Dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil,
Schafft Rath und lässt dich nicht.

Was kränkst du dich in deinem Sinn
Und grämst dich Tag und Nacht?
Nimm deine Sorg und wirf sie hin
Auf Den, Der dich gemacht.
Hat Er dich nicht von Jugend auf
Versorget und ernährt?
Wie manchen schweren Unglückslauf
Hat Er zurückgekehrt?

Er hat noch niemals was versehn
In seinem Regiment:
Nein, was Er thut und lässt geschehn,
Das nimmt ein selig End.
Ei nun, so lass Ihn ferner thun,
Und red Ihm nicht darein;
So wirst du hier in Frieden ruhn,
Und ewig fröhlich sein.

Paul Gerhard. 1606-1676.

God's Providence.

The Lord is loving unto every man, and His mercy is over all His
works.

_Ps._ cxlv. 9.

I sing to Thee with mouth and heart,
Of all my joys the Well;
I sing, that what I know Thou art
My songs to all may tell:
That Thou a Fountain art of grace,
With blessings richly stored
For all, in every time and place,
This, this I know, good Lord.

For what have all that live, and move
Through this wide world below,
That does not from Thy bounteous love,
O Heavenly Father, flow?
Who o'er our heads the curtain drew
Of heaven's ethereal tent?
By whom are precious rain and dew
Upon our pastures sent?

In frost and cold, whose hand but Thine
Protects from tempest drear?
Who gives in season oil and wine
Men's hearts to brace and cheer?
Whose impulse sends the life-blood warm
Swift circling through our veins?
Who guards our land from war's alarm,
While peace around us reigns?

O Lord, of this and all our store
Thou art the Author blest;
Thou keepest watch before our door,
While we securely rest:
Thy truth and love from year to year
For all our wants provide;
With ready help, in times of fear,
Thou standest at our side.

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Hymns from the GermanChapter II (2)

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